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Donnerstag, 28. Juli 2011

Konzert-Bericht: Negative 22.07.2011

Schlechte Aussichten sehen anders aus

Passender hätte ich den Titel des folgenden Textes wohl nicht wählen können. Immerhin trifft er in vielen Fällen zu, wenn man das Konzert der Finnischen Band Negative betrachtet.

Die Show fand, wie so viele Sommerkonzerte, unter freiem Himmel auf dem Tamperer Marktplatz statt. Gab es einen Tag zuvor noch Blitz und Donner, gepaart mit Regenschauern und düsteren Wolken, so zeigte sich der Sommer an diesem Freitag, den 22. von seiner besten Seite.

Dienstag, 14. Dezember 2010

Bericht: Uniklubi 13.12.2010

Uniklubi 
13.12.2010
@ DLX Shop, Tampere


Zum fünf-jährigen Bestehen des DLX Music Shops in Tampere gaben sich die fünf Jungs der Band Uniklubi die Ehre dort für ein kleines Akustik-Set zu performen.
Um 17 Uhr war der Auftritt angekündigt und extrem pünktlich starteten sie mit der Nummer "Hopea". Ein Song, der unmittelbar für Stimmung sorgte bei den Zuschauern, welche doch, für ein Konzert in dieser Grössenordnung, recht zahlreich erschienen sind. Etwa 40 bis 50 Anhänger der Band hatten sich in diesem gemütlichen Musikladen eingefunden um den Klängen ihrer Lieblinge zu lauschen. Gespannt standen die überwiegend weiblichen Fans vor der improvisierten Bühne, wo Sänger Jussi mit Unterstützung seiner Bandkollegen ihre Songs zum besten gaben.

Optisch bleibt nicht viel zu sagen. Alt sind sie geworden, die einst so jugendlich scheinenden Finnen, oder lasst es uns eher erwachsen nennen. Es wird nicht mehr so viel Wert auf Styling gelegt wie noch in der Vergangenheit, wo der Kajal sass, die Haare mit Bedacht in die richtige Position gegeelt und die Klamotten perfekt zusammen gesucht wurden. Heute nehmen sie es weitaus lockerer.

Montag, 6. Dezember 2010

Bericht: Barbe-Q-Barbies 04.12.2010

Barbe-Q-Barbies
@ Klubi, Tampere
04.12.2010

Frauenrock stand an diesem Samstag Abend auf dem Programm.
Als Vorband für Popeda sollten die fünf Mädels von den Barbe-Q-Barbies dem Publikum auf der Klubibühne schon einmal einheizen. 
Natürlich betrachtete ich das ganze etwas skeptisch, da ich um ehrlich zu sein, eher kein Fan von Frauenstimmen bin. Man möge mich jetzt jedoch bitte nicht falsch verstehen, denn schätzen tue ich wirklich jede Frau, die es vermag ein Instrument zu spielen oder mit ihrer Stimme Leute begeistern kann. Wie gesagt, ich bin bloss etwas skeptisch.

Um Punkt 21 Uhr erklangen dann auch schon die ersten Töne aus den dunklen Räumlichkeiten des Klubis.

Samstag, 21. August 2010

Bericht: Matthau's Acoustic Sauna 30.10., 07.11., 13.11.

Matthau's Acoustic Sauna
30.10. & 07.11. & 13.11.
Tampere

Matthau Mikojan Acoustic Sauna

Drei Daten zeigte der Terminkalender von Matthau Mikojan in seiner Heimatstadt Tampere, drei seiner beliebten Matthau's Acoustic Sauna Auftritte innerhalb von nur zwei Wochen erwartete die Fans.


Los ging es mit der Show am 30.10.2009 im Dog's Home. Matthau spielte dort im Rahmen der Dog's Ball Gala, einer Veranstaltung, die Auszeichnungen rund um den Fussball - wohlgemerkt Amateurfussball oder auch Kneipenmannschaften genannt - verleiht. Lange Rede, kurzer Sinn: Das Haus war bereits zwei Stunden vor Beginn des Musikakts prall gefüllt. Nach der gefühlten 1000 Auszeichnung und dem ebenso häufigen Händeklatschen als Beifallsbekundung, verliessen die Sportler endlich die Bühne und überliessen sie dem, der nun für den musikalischen Teil des Abends zuständig war.

Matthau Mikojan, bewaffnet mit seiner Gitarre, legte freudig los. Als ersten Song lieferte er "Cradle of Love", ein häufig von ihm performtes Cover. Doch dies sollte nicht der einzige Billy Idol Song des Abends werden. Scheinbar sehr begeistert von der Musik des platinblonden Rockstars liess er "Sweet Sixteen", "White Wedding" und "Don't need a gun" folgen. Überzeugend präsentierte er diese und regte das Publikum zum Mitmachen an.
Die Stimmung hielt auch bei seinen eigenen Songs wie "Stiletto Heels" oder "Too Fortunate To Cry" an und erreichte ihren Höhepunkte wohl bei den Popeda Covern, wo er zum Beispiel "Suuret Setelit" und "John Holmes" vortrug. Bei letzterem stürmte Sir Christus die Bühne und grölte freudestrahlend mit seinem Bruder die Strophen.
Christus, an dem Abend wohl sehr in Spiellaune, bat seinen Bruder ebenfalls noch um ein Duett, bei dem sie, wie erwartet, "Patience" von Guns'n'Roses spielten. Der Song dauerte in dieser  speziellen Version nahezu doppelt so lange, da Sir Christus nicht genug von seinem Solo bekam und erst wieder zum Song zurückfand, nachdem er von dem jüngeren der Beiden wachgerüttelt wurde.

Die Band rund um Axl Rose wurde noch öfter an dem Abend Opfer eines Covers (z.B.: "Estranged" oder "Don't Cry" ), wobei das Wort Opfer definitiv nichts negatives mit sich bringt. Ganz im Gegenteil, denn trotz der zwei drei Bier intus war Matthau überwiegend textsicher, überzeugte wie immer an seinem Instrument und wählte die richtigen Songs, um dem Publikum einen schönen Abend zu bescheren.



Etwa eine Woche später ging es dann weiter im Pub Ahjo. Wer die Bar nicht kennt, war sicherlich nach Betreten dieser zunächst einmal geschockt über die geringe Grösse. Kaum grösser als ein Wohnzimmer, war zwar nicht viel Bewegungsfreiheit gegeben, doch konnte eine gemütliche Atmosphere aufkommen. Erstaunlich gut gefüllt mit Stammgästen, Anwohnern, Freunden und Fans des Künstlers stand einem stimmungsreichen Abend nichts weiter im Wege.

Wie bei so gut wie jeder Acoustic Sauna hiessen die grösstenteil gecoverten Künstler Guns'n'Roses und Billy Idol. Doch Hauptdarsteller der gecoverten Bands waren dieses Mal Popeda. Denn auch wenn die allseitsbekannten Hits von W.A.S.P. ("Forever Free" ) oder eben genannten Guns'n'Roses ("Don't Cry", "Patience" ) und Billy Idol ("Cradle of Love", "Sweet Sixteen" ) beim Publikum gut ankamen, umso besser nahmen sie die finnischsprachigen Songs auf.
Es wurde gesungen, geschrien, gewippt und getanzt. Ein Songwunsch nach dem anderen erreichte den Künstler, welche diese mit Freude erfüllte. Die Stimmung in der kleinen Bar war super und das Publikum in Feierlaune.
Doch um den einen oder andren zwischenzeitlich auch mal eine Verschnaufspause zu gönnen, stimmte Matthau die Elvis Presley Balladen "You've lost that loving feeling" und "Can't help falling in love" an, welche sogar ein paar Pärchen zum kuscheligen Tanz animierte.

Grösste Überraschung des Abends war wohl die Vorstellung eines  neuen Songs. "Orange Moon" ist der Name es Stücks und es fand sofort starken Anklang beim Publikum.
Alles in allem hat Matthau Mikojan mal wieder eine gute Song-Mischung gefunden und gezeigt, dass man auch in winzigen Locations grossen Spass haben kann.


Noch ein Wochenende darauf sollte der letzte der drei angekündigten Tampere akustik Gigs stattfinden. Dieses Mal in der Bar Bulldog im Stadtteil Kaleva.
An sich hatte ich ein volles Haus erwartet, doch als Matthau Mikojan um 22 Uhr mit seiner Show began, war die Bar zwar alles andere als leer, dennoch fand man weiterhin mühelos einen Sitzplatz. Ob es am mystischen Datum, Freitag, den 13. lag, mag ich jedoch bezweifeln.

Matthau
jedenfalls schien es egal und er legte wieder einmal mit einem Billy Idol Cover los, scheinbar mit dem Ziel sein Publikum bestens zu unterhalten. "Cradle of Love" erwies sich erneut als stimmungsmachender Opener der Acoustic Sauna.
Neben Songs, die er auch schon bei den letzten beiden Auftritten zum Besten gab, zum Beispiel "Sweet Sixteen", "You've lost that loving feeling", "Suuret Setelit" [Video] und anderen Popeda Songs [Video], die aufs Neue für beste Laune sorgten, probierte er dieses Mal auch ein paar neue Nummern.Nennenswert wären da "I've Lost You" [Video], ein Elvis Cover oder auch die schöne und sehr langsame Ballade "Keep holding on" (W.A.S.P.) [Video], welche er sehr gefühlvoll vortrug.
Vor allem jedoch schlug ein weiterer Elvis Presley Hit extrem gut ein. "All Shook Up" [Video], eine schnelle, leider recht kurze Nummer liess es nicht zu, dass auch nur einer der Zuschauer ruhig auf seinem Platz sitzen blieb.

Traurigerweise muss ich jedoch erwähnen, dass die Auftritte, die eigentlich unter der Beschreibung 'Cover und Originale' angekündigt werden, momentan nur von Coversongs beherrscht werden. Matthau spielt zum Bedauern seiner Fans kaum noch eigenes Material. So auch an diesem Freitagabend, wo er einzig und allein seine neue Nummer "Orange Moon" [Video] präsentierte.

Bis auf ein paar kleine Stolperer, die der Künstler mit witzigen Kommentaren gekonnt überspielte, lief die Show gut ab.
Das Instrument klang gut, die Songs erzielten ihre Wirkung und das Publikum schien den Besuch nicht zu bereuen. Einzige Kritik geht an Matthaus Stimme, die nicht so ganz sicher wirkte und sich stark nach einer aufkommenden Grippe anhörte, was jedoch die Qualität der Songs nicht wirklich beeinflusste.



Zu guter Letzt kann ich mit ruhigem Gewissen sagen, dass Matthau Mikojan es verstand an drei Abenden sein Publikum bestens zu unterhalten und es jedes Mal schaffte sich auf die unterschiedliche Zielgruppe einzustellen, ohne sich selbst dafür verstellen zu müssen.
Das Fazit ist demnach leicht gefasst: Wenn ihr die Chance habt einen dieser Acoustic Sauna Auftritte zu sehen, dann nehmt sie wahr, denn bereuen werdet ihr es sicher nicht.


© LahjaDea

Bericht: Derek Sindel RockBand, The Bitterlicks, Don Skorleone & Consiglieres

Derek Sindel RockBand
The Bitterlicks
Don Skorleone & Consiglieres

@ Vastavirta Klubi, Tampere
05.11.2009



Auch wenn es bis zum heiligen Fest noch ein wenig hin ist, so stand dieser Abend bereits unter dem Motto einer vorweihnachtlichen Feier.
Unter einer solchen Ankündigung stellt man sich wohl ein gemütliches Beisammensein in netter Atmosphere vor, was ich jedoch von vornherein auf Grund der Venue Wahl skeptisch betrachtete.
Das Vastavirta Klubi, im westlichen Teil Tamperes gelegen, zählt um ehrlich zu sein nicht gerade zu meinen Lieblingsbars, woran vor allem die leicht mangelnde Hygiene und das meist fragwürdige Publikum schuld sein mag.
Doch einen Abend lang würde sich das mit Sicherheit aushalten lassen, dessen war ich mir sicher.

Und so kamen wir pünktlich zu Showbeginn um 22 Uhr in Pispala an, wo Derek Sindel und seine Gefolgsleute bereits dabei waren Photobucketauf die Bühne zu klettern. Mit ein paar kleinen Begrüssungsworten und einem Dankeschön fürs Erscheinen leiteten sie ihre Show ein.
Gespielt wurde rund eine dreiviertel Stunde lang und das mit Erfolg, denn die bereits anwesenden Leute in der Bar schienen ihren Spass zu haben.
Der ein oder andere war sogar halbwegs textfest und grölte mit Freuden mit. Wer jedoch die Songs der Jungs noch nicht so gut kannte oder aber gar zum ersten Mal hörte, der lies es sich zumindest nicht nehmen ordentlich mit zu schunkeln beziehungsweise das Bierglas im Takt mit zu wippen.
Derek Sindel bot eine gute Show und trug seine Songs mit Herz und Seele vor, was Schlagzeuger Johnny Sindel und Bassist Jimmy Sindel noch weiter unterstrichen.


Von finnischsprachigen Rocksongs wechselte es dann mit den Bitterlicks zur englischen Sprache.
Auch wenn ich mich selbst nicht als Liebhaber ihrer Musik bezeichne, so muss ich doch ehrlich zugeben, dass sie sich inerhalb der letzten Monate um einiges weiterentwickelt haben. Dies mag vorwiegend dran liegen, dass sie nun ihre neuen PhotobucketSongs performen, jedoch auch an dem besseren Zusammenspiel und der sichtlichen Spielfreunde, die Sänger Jimmy Sweat mit seinen drei Mitstreitern verbindet.
Geboten wurde, wie bereits erwähnt, vielerlei neues Material, gut gemischt mit den alten Songs wie "Little Johnny", der wohl beliebteste Songs unter den Fans und ebenfalls ein guter Stimmungsmacher.
Auch wenn das Vastavirta bloss zur Hälfte gefüllt war, so schien es den Zuschauern zu gefallen, denn nach fast einer Stunde Spielzeit wurden die Jungs mit einem grossen Applaus verabschiedet.


Und nun hiess es Bühne frei für den letzten Akt des Abends - Don Skorleone & Consiglieres. Wo wir dann wieder bei der finnischen Sprache angelangt wären.
Don Skorleone stand mitsamt Gitarristen Matthau Mikojan und Derek Sindel, welchen wir an dem Abend ja bereits als Frontmann der ersten Band erleben durften, und Schlagzeuger Antti Romppanen vor dem Publikum und waren bereit mit ihrer Show zu beginnen. Doch bei nochmaligem Nachzählen fiel dann auf, dass doch jemand fehlte. Bassist Jimmy Sindel eilte mit ein Photobucketwenig Verspätung pünktlich zu den ersten Klängen mit Biergläsern gefüllten Händen auf die Bühne und tauschte diese in Sekunden gegen sein Instrument ein.
Endlich konnte es losgehen.
Von Beginn an merkte man, dass die Jungs sichtlich Spass an ihrer Show hatten. Es wurde rumgealbert, viel gelacht und ordentlich posiert, allen voran Sänger Don Skorleone, der dafür bekannt zu sein scheint, auf der Bühne als leicht hyperaktiv zu agieren.
Eben erwähnter ist auch hauptsächlich verantwortlich für die Stücke, welche die Band an diesem Abend aufbot. Songs wie "Maitti päällä" oder "Tämä yö on aikaa", die beim Publikum grossen Anklang fanden und es nicht bloss zum Mitklatschen, Mitsingen, sondern ebenfalls vereinzelt zum Mittanzen anregte. Ein paar Coversongs (zum Beispiel von Juice Leskinen) rundeten das Programm ab.
Jeder einzelne der Akteure auf der Bühne zeigte sein Können und die Harmonie stimmte einwandfrei, was wohl auch an den in letzter Zeit gehäuften Auftritten der Band lag. Sie wirkten eingespielter denn je und strahlten nur so vor Spielfreude.
Gespielt wurde lange, etwa 1 1/2 Stunden, denn weder Band noch Zuschauer konnten sich lösen.

Doch irgendwann geht alles mal vorbei.
Und so auch dieser Abend, der zwar reichlich wenig mit weihnachtlicher Stimmung zu tun hatte, nichts desto trotz ein lohnenswerter rockiger Tagausklang gewesen ist.

© LahjaDea

Bericht: Uniklubi, Matthau Mikojan, Alleycats

Alleycats, Matthau Mikojan, Uniklubi
@ Klubi, Tampere
04.10.2009
ukmmac

Mit Uniklubi und Matthau Mikojan sollten am Sonntag Abend zwei Hochkaräter der finnischen Musikbranche ihr bestes auf der Klubi Bühne geben.
Doch die Show wurde zunächst von einer unbekannten Band eröffnet.

Die Alleycats stürmten um Punkt 18 Uhr die Bühne und begannen mit ihrer rockigen Performance. Auf den ersten Blick Photobucketglaubte man jedoch eine Kinderband vor sich zu haben, denn wirkt kaum einer der Jungs älter als 16. Wer also auf langbärtige Rocker wartete, was an sich ja schon der Name der Katzen ausschliesst, sollte dies vergebens tun. Ein jugendliches Aussehen bedeutet aber, wie wir an diesem Abend lernen mussten, nicht automatische sanfte Töne oder Anfängerversuche. Ganz im Gegenteil, denn sie haben es richtig krachen lassen. Mit eigenen Songs und haufenweise Covern weltbekannter Rockgrössen heizten sie dem Publikum ein und machten ihnen schon mal einen Vorgeschmack auf das, was sie noch zu erwarten hat.

Die Jungs wirkten eingespielt, als hätten sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht, als gemeinsam auf der Bühne zu stehen und manch einer der erfahrenderen Bands, die sonst im Klubi ihr bestes geben, können sich noch einiges von der Show der Alleycats abschauen, die sich auf der Bühne wie ihre Idole aus den 80er Rockbands bewegten.
Doch nicht nur showtechnisch stachen sie hervor, nein auch musikalisch haben sie richtig was drauf. Sänger Andy gröllte die Songs in richtiger Rockermanier daher und vor allem der Drummer - kaum grösser als sein Drumset - zauberte mit seinen Sticks einen Takt, der zum Mitmachen anregte.


Gute 35 Minuten beherrschten sie die Bühne bevor sie diese für  den zweiten Akt des Abends räumten - Matthau Mikojan.
Dieser erschien um 19 Uhr mitsamt Schlagzeuger Simo und Bassist Teemu, um den rockigen Abend, vor einem inzwischen sehr gut gefüllten Klubi, weiter zu führen.
Mit Songs seines aktuellen Albums "Mania for Life" - wie "Elegantly Wasted", "Hearsay Factory" oder aber vor allem das Highlight jeder seiner Auftritte und defintiv beliebtester seiner Songs "Gypsy Eye", bot er eine souveräne und stimmungsvolle Show, die er noch durch ein paar seiner älteren Nummern des ersten Albums "Matthau Mikojan" unterstrich. So bot er zum Beispiel seine Album-Auskopplungen "Stiletto Heels" und "Too Fortunate To Cry" auf, welche wie eh und je vom Publikum mit Begeisterung gefeiert wurden. Als i-Tüpfelchen gab es, wie Photobucketinzwischen gewohnt, noch die Bloodpit-Kracher "Wise men don't cry" und "Born a Whore".
Eine gut durchgemischte Setliste mit viel Stimmung und Gefühl, was das Publikum mit Freuden an die Band zurückgab.

Typisch für Matthau Mikojan Konzerte im Klubi scheinen die wehleidigen Technikprobleme zu sein. Ob es das Gitarrenkabel ist, welches beim "Shine a light"-Solo der Gitarre den Saft nahm oder das Mikro, das kurze Aussetzer hatte. Dieses Mal hatte es vor allem Schlagzeuger Simo getroffen, der mit den Drums seines Uniklubi Kollegen Antti, mehr als nur einmal Probleme hatte. Doch wie gewohnt übergingen die Jungs das auf gekonnte Art und Weise mit ein paar lustigen Sprüchen und fuhren mit ihrem Programm fort.

Auch wenn Matthaus Songs bei jedem Gig aufs Neue gut ankommen, die Neugierde auf neues Material, an dem sie laut eigener Aussage ja schon fleissig basteln, wächst nach unzähligen Konzerten dieses Jahr mit so gut wie immer derselben Setlist. Zumindest der ein oder andere neue Song würde die Show auf ein perfektes abrunden, selbst wenn dieser noch nicht ausgereift ist. Es gibt doch keine bessere Möglichkeit sich selbst auszuprobieren, als vor einem Publikum.


Nach einer guten Stunde Spielzeit verabschiedete sich das Trio mit einer Verbeugung.
Jetzt war es an der Zeit für den letzten der drei Acts an diesem Abend. Unklubi betraten die Bühne und ...
Ich würde jetzt gerne sagen, dass sie ihre Songs zum besten gaben, doch die einzigen Klänge, die nach deren Intro noch zu vernehmen waren, kamen nicht von den Instrumenten der Band, sondern vom Publikum. Zumindest von dem Teil des Publikums, welches im All-Ages Bereich stand und bislang ordentlich die vorherigen Bands mit Rumgespringe und Mitgesinge gefeiert hat. Doch jetzt schienen sie wie es so gut heisst von der Tarantel gestochen. Ein Gekreische, welches in den Ohren wehtat, kam aus den Hälsen der jungen Mädchen.
Da versteht man doch nun endlich warum Uniklubi solch eine starke Bass-Präsenz in ihren Songs haben. Anders scheint es nicht zu übertönen zu sein.

Jetzt aber mal zum Auftritt der Jungs. Dieser war mit Sicherheit nicht der schlechteste, aber meiner eigenen Meinung nach bei weitem auch nicht der beste.
Wenn man die Bühnenshow genauer unter die Lupe nimmt, so hat sich innerhalb der letzten Jahre vieles verändert. Zwar Photobucketwirken die Jungs, allen voran Sänger Jussi um einiges selbstbewusster, was mit Sicherheit sehr von Vorteil ist, allerdings fehlt einem das Zusammenspiel der Band. Der Spass miteinander und die Kommunikation untereinander sind stark gewichen. Schade eigentlich, denn so wirkten sie des öfteren nicht als Einheit, sondern eher als Konkurrenz.
Die Setlist war bunt gemischt, von allem etwas hatten sie zu bieten. Ob es nun Lieder von ihrem aktuellen Album "Syvään Valoon" waren (z.B. "Polje)" oder Stücke aus ihren Anfängen (z.B. "Huomenna". Sogar zwei neue Songs präsentierten sie dem Publikum, welches alles mit Begierde aufsaugte und jede Bewegung und jeden Ton der Jungs feierte wie ein gewonnenes Fussballspiel.

Zum Können der Jungs gibt es nicht viel zu sagen. Sie beherrschen ihre Instrumente alle mal und spielen mit immenser Energie. Nur Jussi Selos Stimme war zu kritisieren, denn diese hatte mehr als bloss einen Aussetzer. Ob es an der gerade kursierenden Grippewelle lag, man möge es hoffen, denn manche Töne taten schon leicht weh in den Ohren.

Gespielt wurde bis das Klubi schloss, was so viel bedeutet wie etwas mehr als eine Stunde.
Fazit des Abends: Jede Fangruppe kam auf seine Kosten, doch die eigentliche Überraschung und das Highlight waren die unbekannten Jungs von den Alleycats.


©LahjaDea

Bericht: Bloodpit 07.10.2009

Bloodpit
07.10.2009
Klubi,Tampere


Photobucket

Um mal wieder einen ihrer raren Tampere-Auftritte geniessen zu können, begab sich RockBaari nachdem netten Interview (folgt) gespannt in die beliebte Klubi-Venue, die wider Erwartens am 07.10.2009 recht leer erschien.

Nach den Auftritten von Wolver und Day Eleven, die sich wenigstens noch eines halb gefüllten Clubs erfreuen durften, fiel bei Bloodpit vor allem die Leere des Raumes auf.
Demzufolge war auch auf den Gesichtern der Jungs ein wenig Enttäuschung sichtbar, die sich sicher mehr von ihrem Auftritt erhofft hatten.

PhotobucketOb es daran lag oder nicht, jedenfalls wirkte Sänger Antti Ravin ein wenig verunsichert bei seiner Performance, gab sich doch bei allen Songs sichtlich Mühe wenigstens die erschienenen Leute gut zu unterhalten.

Seine Stimme ist angenehm tief und rau, hatte er jedoch bei den alten Bloodpitsongs sichtlich Probleme die hohen Töne zu treffen.
Leider verfällt er genau aus diesem Grund aber oft eher ins “Shouten”, als die Texte in ihrer eigentlichen Melodie rüberzubringen. Ein wirklich guter Song war seine Interpretation von “Play your role” und “Rotten to the core”, wo sein Schreigesang recht gut zur Melodie und Machart des Songs passt.

Besonders auffällig an den Bloodpit-Performances sind die Sprung- und Hüpfeinlagen von Bassist Aleksi, die einem ein breites Grinsen entlocken. Mehr als einmal kamen sich AnttiPhotobucket und Aleksi während des Auftritts ins Gehege und mehrmals sah man wie Aleksi den Sänger fast umgerannt wäre.

Alle Songs wirken besonders durch das Gitarrenspiel von Paavo Pekkonen sehr kraftvoll und energiegeladen und besonders zu loben ist auch der Background-Gesang des kleinen Zweitgitarristen Pierto, dem man solch ein Stimmvolumen in Anbetracht seiner Körpergrösse gar nicht zugetraut hätte.
Er bewies, dass er nicht zu Unrecht in der Band ist, denn sein Können an der Gitarre ist wahrlich als herrausragend zu bezeichnen.

Trotz der niedrigen Zuschaueranzahl gaben die Jungs noch zwei Zugaben und rundeten damit ihre Show ab.

Es ist wirklich ein Jammer, dass nur so wenig Leute anwesend waren, denn ein Konzert der Jungs lohnt sich allemal.
© PinkBambi

Bericht: Derek Sindel RockBand, Matthau Mikojan, Snowhite

Derek Sindel RockBand
Matthau Mikojan
&
Snowhite
03.09.2009 @ YÖ-Talo


Photobucket

Die Tage werden merklich kühler im finnischen Tampere. Da kommt es doch gerade recht, dass einem eine rockige Nacht mit heissen Youngstars aus der ansässigen Musikszene beschert wird um einem richtig einzuheizen.
So treffen am 03.09.2009 im Yö-Talo neue und für eingefleischte Finnlandrock-Freunde doch altbekannte Gesichter aufeinander, als sich Derek Sindel Rockband, Snowhite und Matthau Mikojan die Ehre geben.

Unter dem Motto ”
Rock’n Roll All Night long” versprechen uns die anwesenden Bands jede Menge Spass und hemmungsloses Abrocken.
Den Anfang machte um 21.00 Uhr die, wahrscheinlich allen recht unbekannte, Band ”Derek Sindel PhotobucketRockband”, dessen Musikstil man ruhig als heimatlichen Softrock bezeichen kann. Leider ist uns die Songliste gänzlich unbekannt. Aber zum Probe hören und vielleicht lieben lernen, haben wir hier den Link für euch.
Wer es mit der finnischen Sprache nicht so hat, für den ist diese Band wohl nicht zu empfehlen, aber wer guten alten Rock hören will, der hat es mit dieser Band gut getroffen. Vor allem eins war bei der Show ersichtlich: Diese Jungs sind mit Leib und Seele Musiker! So viele Emotionen auf den Gesichtern, während sie ihren Instrumenten beinahe zärtlich die Melodien entlockten.

Weiter ging es gegen 22.00 Uhr mit Matthau Mikojan, der neben einigen Songs seines aktuellen Albums, auch wieder die alten Bloodpit-Songs ”Born a whore” und ”Wise men don’t cry” rauskramte und ordentlich für Stimmung sorgte.
PhotobucketMan kann hier auch anmerken, dass das defintiv die bestbesuchteste Zeit dieses Abends war.
Bei einigen der Anwesenden hatte man sogar den Eindruck sie wären nur wegen ihm gekommen.
Highlight des Auftritts war natürlich wie immer seit dem Erscheinen des neuen Albums
(Mania for Life, VÖ: 04.03.2009) ”Gypsy Eye”.

Da die Jungs leider nur 50 Minuten Spielzeit hatten, mussten sie alle Songs in doppelter Geschwindigkeit spielen, ein echte Herausforderung- vor allem für Gitarre und Schlagzeug, die die beiden Akteure mit Bravour gemeistert haben. Unverkennbar mal wieder, dass sie zu den qualitativ besten Musikern der Stadt gehören - an ihrem Können gemessen.
Und so verabschiedeten sich Matthau, Simo und Teemu kurz vor 23.00 Uhr zugunsten von Matthau's Bruders Sir Christus und dessen Band ”Snowhite”.

Schon die letzten Gigs dieser Band haben gezeigt, dass dort durchaus gutes Potential vorhanden ist.
Hatte die Stimme des Sängers Julius Maximus beim letzten Mal noch starke Probleme die Töne zu halten, war man sehr überrascht wie gut sich diese während der letzten Monate gebessert hatte, so klar und kraftvoll erschien sie einem an diesem Abend im Yö-Talo.
PhotobucketUnd so konnte man ihren Auftritt ohne grossartige Kritik geniessen.
Ein ums andere Mal mussten sich die Jungs hier beweisen, dass sie nicht nur mit Sir Christus als Aushängeschild glänzen konnten, sondern durchaus aufgrund ihres musikalischen Könnens.
Neben den Songs, die man auf ihrem MySpace Profil finden kann

www.myspace.com/sw1923,
gaben sie noch in etwa 8 weitere Songs von ihrer Demo-Platte zum Besten, die ”zwar schon gedruckt, aber noch nirgends erhältlich ist”, wie man auf ihrem Profil nachlesen kann.
Und so muss man leider auf die noch recht raren Auftritte warten um mehr hören zu können.
Highlight war die Zugabe ”Opium”, die sich bei dem ein oder anderen Fan schon als starker Song etabliert hat.
Einfach auf den oben genannten Link klicken und geniessen.
Wir sind gespannt auf mehr!

© PinkBambi

Bericht: Matthau Mikojan 01.05.2009

Die spinnen die Finnen!
Matthau Mikojan
@ Keskustori Vappu (1. Mai '09)

Könnte man meinen, wenn man sich am ersten Mai wagemutig unter die bunte Masse, bestehend aus Studenten und Zivilisten, mischt um auf den Strassen von Tampere Vappu zu feiern.
Ein Fest, das in den 70igern noch als „Frühlingstanz“ bezeichnet wurde, sich jedoch im Laufe der Jahrzehnte mehr und mehr in ein Fest der Studenten wandelte. Es wird alles gefeiert, was ein Studentenleben zu bieten hat: die Universität, die Fakultät, einfach das Studentensein an sich.
Mittendrin im bunten Treiben, eine kleine Bühne am Rand des Keskustoris, auf dem sich altbekanntePhotobucket
Gesichter die Ehre geben. Hier präsentieren sich ansässige Künstler um das Fest musikalisch zu untermalen. Neben Joonas Lepistö, besser bekannt als Sänger von „Essentia“, mit seinem Soloprojekt,
tritt neben der mittelmässigen Girlie-Band
„Dolly’s Diamond Bra“,
noch als Highlight Matthau Mikojan auf,
der dank des schönen sonnigen Wetters,
mit blendender Laune einen Witz nach dem anderen reisst und mit seiner Trillerpfeife für Lacher sorgt,
bevor er mit seiner actionreichen Show und seinen beiden Bandmitglieder Simo Stenman und Teemu Broman, das Publikum vor der Bühne zum Tanzen und mithopsen bringt.
Hier und da sieht man sogar die ein oder andere ältere Dame oder schon etwas betuchte Herren das Tanzbein schwingen und sich prächtig amüsieren.
Neben dem neuen Album
(Mania For Life , VÖ: 04.03.2009)Photobucket
und einigen älteren Stücken des Vorgängers „Matthau Mikojan (VÖ:12.03.2008)“
( - Too fortunate to cry, - Ditch, - Stiletto Heels)
präsentiert Matthau mit seiner Band noch die Cover „You got it“ und „Mamakin“ und sorgte damit für Partystimmung unter der brennenden Mai-Sonne.

Wie so oft ist er danach noch für seine Fans ansprechbar, unterhält sich hier und da, amüsiert alle, am meisten sich selbst und steht für Fotos und Autogrammwünsche jederzeit zur Verfügung.
Ein besonderes Highlight wohl vor allem für sein jüngeres Publikum, dass sich seine Auftritte sonstPhotobucket
nicht so häufig ansehen kann, aufgrund der sonst bestehenden vorgeschriebenen Altersbegrenzung.
Wie kleine aufgeregt Hundebabys schwärmen sie um den Künstler herum und können gar nicht genug bekommen von dem charmanten Finnen.
So endet zumindest für die jüngsten die Vappu-Feier, während die Älteren sich hier und dort noch ein kühles Bier, Lonkero oder Cider gönnen um die Maifeier, die in der Nacht davor tobte, gebührend abzuschliessen.


© PinkBambi

Bericht: Matthau Mikojan 04.03.2009

Matthau Mikojan
04.03.2009
Amadeus, Tampere
Album Release Party
 

Nach der Akustik-Darbietung und der Signing- Session in den heiligen Hallen des Antilla, auch Media-Abteilung genannt, wo Matthau Mikojan einschließlich Band sein Album öffentlich vorstellte, folgte am Abend die gut besuchte Release-Party seines neusten Werkes „Mania for Life“ in der Amadeus Music Bar. 

Als um Punkt 8 seine LP durch das Ama schallte, war von dem Künstler weit und breit noch nichts zu sehen. Erst nach dem 1. Durchlauf tauchten zumindest schon mal seine beiden Mitstreiter Teemu Broman (Bass) und Simo Stenman (Drums) auf um die Veröffentlichung des Albums gebührend zu begießen.
Kurz vor halb 10,nachdem mittlerweile schon 2. Durchlauf des Albums, tauchte dann auch endlich der eigentliche „Star“ auf, schien leicht nervös zu sein und gespannt auf die Reaktion des Publikums.
Das Feedback kann man nur als durchgehend positiv bezeichnen, sah man doch nur wippende Füße unter den Tischen und einen kleinen brüderlichen Siegestanz von Seiten Sir Christus’(Snowhite).

Um 10 Uhr erklomm Matthau mit seinen musikalischen Begleitern die Bühne um die Songs, des inzwischen schon zum 4.Mal durchgelaufenen Albums, live und akustisch in die Tat umzusetzen.
Neben dem neuen Material u.a. „Mania for life“, das der LP den Titel verlieh, „Times to be remembered“, einer wunderschönen Ballade, brachten vor allem die schon im November erschienene Single „Chasing Ghosts“ und die erotisch angehauchte Up-Tempo- Nummer „Gypsy Eye“ das Amadeus-Publikum zum kochen.

Wie schon erwähnt wurde das neue Album durchweg positiv aufgenommen, doch wurde sich natürlich auch um die Liebhaber des Vorgängers und Erstlingswerk als Solokünstler Matthau Mikojan gekümmert.
Sie performten neben „Stiletto Heels“ und „April Song“, noch „Then she cried“ und als Zugabe das Cover „You got it“. Aus unerfindlichen Gründen weigerte sich der Künstler vehement „Bring you back“ zu spielen, einer der stärksten Songs der ersten Solo-Albums.

Mit dem Cover verabschiedete er sich zumindest bühnentechnisch und mischt sich unter die Masse seiner erschienenen Freunde und Fans. Letzteren bewies er mal wieder, dass er nicht nur ein genialer Musiker, sondern vor allem ein Künstler „zum anfassen“ ist, hält er doch mit jedem einen kurzen Plausch und steht auch für Fotos jederzeit gern zur Verfügung bis er gegen Mitternacht seine Gitarre schultert um zu seinem wohlverdienten Schlaf zu eilen.

Bleibt nur zu hoffen, dass ihm seine Fans mit dem Kauf seiner CD süße Träume bescheren. In jedem Fall lohnt sich die Investition!



 

© PinkBambi

Bericht: Private Line 22.03.2009

Private Line
22.03.2009
Klubi, Tampere


Nach einer ziemlich langen Sendepause um die fünf Piraten aus Finnlands wunderschöner Hauptstadt, gaben sich die stylisch - aussehenden Helsinkianer nach dem Warm – Up – Konzert im Gloria am 20.03.09 auch endlich mal wieder in der Rock-Metropole Tampere die Ehre.
PhotobucketUnd scheinbar wurden sie dort nicht nur sehnsüchtig erwartet, betrachte man doch die recht gut gefüllte Szenerie im Vergleich zu anderen vorhergehenden Sunday All - Ages - Konzerten.

In der Erwartung doch wieder die gleichen Songs aus dem recht dürftigen Private Line Bedarfsrepertoire präsentiert zu bekommen, kamen die Jungs doch recht überraschend gleich mit zwei neuen musikalischen Leckerbissen.
Die Songs ("Live, Learn and Grow apart"; "13th step from Grave" ) klingen typisch nach dem frech-rockigen Sound der Helsinki-Piraten, denen es immer gelingt eine klare Melodie in den Vordergrund zu stellen und den Liedern eine bestimmte Linie folgen zu lassen, der die Fans nur allzu gerne folgen und sich mitreißen lassen.

Private Line bestätigen mal wieder eins: wo Piraten draufstehen, sind auch Piraten drin und Piraten bringen Leben in die Bude!
So sieht man kreischende Teenies, die headbangend ihre Haare am Bühnenrand hin- und her werfen. Kein Wunder bei den Live-Performances der einzelnen Stücke.
Einen Kracher nach dem anderen bringen die Jungs von ihrem letzten Werk „Evel Knievel Factor“.
Angefangen bei „Alive“, über „Gods of Rewind“ bis zu den schnelleren, noch mitreißenderen Nummern wie „Prozac Nation“ und „Broken Promised Land“. Gut gemischt mit ruhigeren Nummern wie „Sound Advice"(Video hier ) und
Alles in allem von außen betrachtet ein wirklich gelungenes Konzert.Photobucket
Das Publikum ging mit und feierte die Jungs als gäbe es kein Morgen.

Erst als wir die Jungs nach der Show kurz erwischen, bekommen wir das Feedback, dass sie selbst nicht so zufrieden waren. Drummer Eliaz beschwerte sich über die vielen Technikprobleme, während der Performance und dass sich Sänger Sammy wohl selbst nicht gehört hätte. (Hier können wir uns die etwas eigenartige Intonation am Anfang des Songs „Gods of Rewind“ erklären.)
“Aber das Publikum war toll, die Leute hatten gute Laune“, meinte Eliaz (Drums).
Und das ist wohl das, was am Ende zählt.
 
© PinkBambi

Bericht: Snowhite, Day Eleven, Hybrid Children

SnoWhite, Day Eleven & Hybrid Children
08.02.2009
Klubi, Tampere
 
Sonntagabend, klassisch mittlerweile die Klubi-AllAges-Konzerte und am 08. Februar diesen Jahres im Programm:

The Bitterlicks, Day Eleven und Hybrid Children.


Zumindest lautet so die Ankündigung. Doch aufgrund der Krankheit des Bitterlicks-Drummers Simo Stenman (besser bekannt durch sein Getrommel für Matthau Mikojan) ist es dem ersten Act nicht vergönnt aufzutreten.

Dafür springt Gitarrist Raffe's(auch Bitterlicks-Mitglied)
Zweitband SnoWhite ein, die dieser mit Stolz präsentiert.
Die bunte Truppe um Sänger Julius entert die Klubi-Stage beinahe pünktlich kurz nach 18.00 Uhr und präsentiert eine dreckig-rockige Setlist, deren Songtitel leider ein Geheimnis bis heute sind.
So können wir leider nur oberflächlich über die Show reden.

Die Songs sind geprägt von den starken Gitarren, ein wenig als düster Snowhiteund rebellisch zu bezeichnendem Sound mit exzellentem Drum-Rhytmus.
Wo wir hier die starken Gitarren erwähnen, sei doch gesagt, dass es neben Gitarrist Raffe, Sir Christus (Ex-Negative) oder jetzt auch Sir General Christus mit seiner pinken Monstergitarre ordentlich krachen lässt.
Vielleicht endlich ein Aufschwung nach dessen Pleite mit Black Jesus.

Auf jeden Fall wirken die Bemühungen der Jungs weitaus ernsthafter als die gerade erwähnte ChaosBand oder andere Side-Projekte.

Nach 35 Minuten wird deutlich wie jung die Band doch noch ist, ist ihr Songrepertoire schon erschöpft.

Hingucker oder Ear-Catcher ist neben "Opium"(hier zu hören )
Snowhite Sir Christusunter anderem der Song "Love is a weapon"(hier).
Anders als in den Hörbeispielen aus dem VastaVirta, klang Julius am 08.02.2009 im Klubi ziemlich verschnupft.Insgesamt aber hatten vor allem wohl die Jungs Spass an der Show, obwohl sich die Publikumsanzahl in Grenzen hielt.Etwas erschöpft verlassen sie die Bühne gegen kurz nach halb sieben.

Die blieb jedoch nicht lange leer, denn kurz nach 19 Uhr betraten Day Eleven die Bühne, die wie es schien ihren gesamten Dogs Home'r Freundeskreis mitgeschleppt hatten. Viel kann man nicht zum Auftritt der Jungs sagen, denn aus persönlichem Desinteresse an der Band und deren Musik möchte ich nur erwähnen, dass sich Sänger Janne zum Sommer '07 bei der Negative-Tour, die sie als Support begleitet hatten, von der Stimme her verbessert hat, die Songs allerdings immer die gleiche Aufmachung haben und eher zum Einschlafen als zum Mitbangen anregen.
Das restliche Publikum schien dies jedoch anders zu sehen und fühlte sich scheinbar bestens unterhalten.

Genau eine halbe Stunde nach dem Auftritt von Day Eleven stürmen Hybrid Children die Bühne und beginnen mit ihrer action-geladenen Show. Auch hier liegt leider keine Setlist vor, zu sagen ist aber, dass die Jungs mit ihren Songs, die in ihrer Machart ein wenig an Hanoi Rocks erinnern -
Hybrid Childrenjedoch härter klingen, dem Publikum eine tolle Unterhaltung geboten haben (neues Album seit dem 14.01.2009 raus - listen ).

Sänger Jasse hat die Beweglichkeit eines Flummis und die Songs sowie die Interpreten liefern eine sehr unterhaltsame typische Rockshow , die sich mit Bands wie Hanoi rocks gut messen kann.

Die Stimme kann gut mit den Gitarrenriffs mithalten und regen zum Mitwippen, Mitsingen und Tanzen an.
Mehr als einmal versuchte Sänger Jasse die Leute zum Tanzen zu bewegen und es gab tatsächlich 2-3 Mutige, die sich trauten mitzurocken.

Highlight war wohl der letzte Song, bei dem sich plötzlich Antti Anatomy (Negative) auf die Bühne stürzte und mit der Gitarre bewaffnet die Jungs von Hybrid Children tatkräftig unterstützte.
Jasse wollte wohl das Spekatakel mal aus einem anderen
Hybrid Children + Antti Anatomy
Blickwinkel betrachten und baumelte fröhlich singend am Metallgewinde der Klubidecke.Und unter grossem Applaus beendeten die Jungs die Show.Wir hoffen, dass sie uns bald wieder so frisch wie eh und je mit ihrer Anwesenheit beehren.
Sie sind das perfekte Rezept zum Partymachen und Spasshaben.
 
© PinkBambi



Bericht: Hanoi Rocks, Bloodpit 18.10.2008

Hanoi Rocks
- eine Legende im Sturzflug
 Support: Bloodpit
18.10.2008 – Tavastia Helsinki
 
 
Samstagabend und stand ich nun in mitten von vielen betrunkenen Chaoten im Tavastia Klubi in Helsinki. Es ist ja nichts außergewöhnliches mehr dort zu sein, aber heute war es schon ein klein wenig Besonders. Zum einen, weil ich eine finnische Legende sehen sollte und zum anderen Bloodpit, welche sich ja eigentlich im Juli 2007 trennten, seit Juli 2007 mit neuem Sänger und Gitarristen zurück sind.
Pünktlich um 23:00 Uhr betraten diese dann auch die Bühne und rissen die Menge von Anfang an gut mit. Zugegeben, „Rotten to the core“ von jemand anderen gesungen zu hören als Ex-Sänger Matthau Mikojan, war schon seltsam, dennoch klang es nicht schlecht und Anttis Stimme harmoniert sehr gut mit den Instrumenten. Auch die neuen Songs klingen wahnsinnig klasse, krachen und machen live einfach nur Spaß. Die beiden neuen Mitglieder Antti Ravin und Petri Hiltunen passen bestens ins gesamte Bandbild und haben sich gut integriert. Nach 45 Minuten war dann Schluss und die Band verließ unter Beifall und reichlich „Zugabe-Rufen“ die Bühne.

Nun hieß es warten. Warten auf Hanoi Rocks.
Ich war sehr gespannt und der Raum füllte sich mehr und mehr, sodass ich mich entschied nach oben zu gehen und mir das Spektakel aus der sicheren Entfernung anzusehen.
Showtime war für 24 Uhr angesagt, aber wie das bei Legende, Superstars und Diven eben so ist, kommen diese immer verspätet und zwar knappe 45 Minuten!
Zuerst betrat nur die Band die Bühne, wenig später folge dann der Sänger und legte einen Sturzflug hin wie er im Buche steht steht, jedoch glücklicherweise unverletzt und sprang, wie ein Hampelmann über die Bühne. Es ist immer schwer über eine Band zu schreiben, von denen man wirklich keinen einzigen Song kennt, dennoch ist die Band musikalisch wahnsinnig klasse. Sie beherrschen ihre Instrumente und jeder Griff sitzt. Schade nur, dass die Stimme von Michael Monroe schon arg herunter kommen scheint und das Gesamtbild etwas zerstörte. Was mich jedoch sehr beeindruckt hat, war sein Saxophonspiel, welches wirklich der Wahnsinn war.
Nachdem ich mir eine halbe Stunde dieses Gezappel und Herumgehüpfe des blonden Mannes mit den knallroten Lippen angesehen habe, verließ ich den Konzertraum und schaute mir den Rest des Konzerts auf dem Bildschirm in der Bar an…
 
©Nora

Bericht: Emilie Autumn 17.10.2008

Emilie Autumn 
Berlin 17.10.2008
 
Freitag 17. Oktober 2008. Das Wetter spielt verrückt, morgens regnet es, des Nachmittags ist es kalt und die Sonne kommt hindurch. Kein Wunder, wenn die rosahaarige Gothprinzessin Emilie Autumn wieder einmal die Hauptstadt mit ihrer wunderbaren Anwesenheit beehrt. Wer würde da nicht völlig von der Rolle sein. 

Pünktlich um 19 Uhr war der Einlass. Nach und nach füllte sich die kleine Halle des K17s, bis auch jeder seinen Platz gefunden hatte und um 20 Uhr schließlich die "Einmarschmusik" der hübschen Emilie Autumn und ihrer Bloody Crumpets begann.
Die Stimmung war gut und heizte sich mit der Zeit immer mehr an.
Der Einstiegssong war wie eh und je 4 o'clock, welcher den Tag des Asylums einleitete und die Mädchen, die in ihren neuen Kostümen die Bühne unsicher machten, langsam zum Leben erweckte. Weiter ging es mit Opheliac, ehe die einzelnen Mädchen der Bloody Crumpets vorgestellt wurden. 5 an der Zahl touren diesen Herbst mit Emilie Autumn durch Europa: The Naughty Veronica (die wieder reichlich Küsse im Publikum während des ganzen Konzertes verteilte), Miss Aprella, The Pirate Captain Miss Maggot, The Blessed Contessa und Little Miss Sugarless. 

Mit einem reichlich geschmücktem Programm aus Tanz, Teestunde, Spiel und Spaß und natürlich einer ganzen Menge guter Musik und guter Laune bewies Emilie Autumn einmal mehr, das sie nicht nur eine Virtuosin an der Geige ist, die einen mit ihren Klängen gleichzeitig verzaubern und verschrecken kann, sondern auch weiß, was sie ihrem Publikum bieten und ihnen eine einmalige Show ermöglichen kann.
Die Lieder waren eine bunte Mischung aus ihren älteren Alben wie Liar/Dead Is The New Alive, Opheliac und Laced/Unlaced und ihrer neuesten EP Girls Just Wanna Have Fun/Bohemian Rhapsody.
Einer der einprägsamsten Punkte war wohl der Aufruf Suffer, Emilie Autumns Teddybären, der ihr bei der letzten Tour gestohlen wurde und bis heute nicht zurückgefunden hat, zurück zu bringen und seinen Dieb zu quälen und zu morden. Sie machte die Fans mit ihrer doch recht einprägsamen Stimme darauf aufmerksam, dass nichts gestohlen werden darf, weil sie und ihre Bloody Crumpets bald kein Zuhause mehr hätten. Das wollte natürlich keiner.
Mit Dead Is The New Alive und dem darauffolgenden I Know Where You Sleep untermalte Emilie Autumn ihren Aufruf zusammen mit einer Fahne, auf der der Name ihre Teddybären stand.
Alles in allem fühlte man sich an manchen Stellen eher wie auf einer großen Kinderfeier, bei der Kekse und Bonbons verteilt wurden, als auf einem Konzert. Dementsprechend war die Stimmung gut. Noch lange nach Abklingen des letzten Liedes Girls Just Wanna Have Fun, stand die Menge an ihrem Platz und klatschte und bejubelte die Musikerin, die schon längst in ihrem kleinen Raum neben der Bühne verschwunden war. 

Nachdem auch jeder davon überzeugt war, dass niemand zurückkommen würde, löste sich die Menge langsam auf. Doch nicht sehr viele gingen, sondern machten sich auf den Weg zum Merchandise-Stand im nächsten Raum, an dem die Autogrammstunde stattfinden sollte, um 22:30 Uhr, etwa eine halbe Stunde nachdem Emilie Autumn mit ihren Bloody Crumpets die Bühne verlassen hatte.
Freundlich und mit viel Spaß erfüllten die jungen Frauen die Wünsche der Fans nach Autogrammen und Bildern, ehe sie sich nach langer langer Zeit von den Fans verabschiedeten und ihnen eine gute Nacht wünschten, mit der Begründung, dass sie selbst schon längst hätten ins Bett gehen sollen.
Na dann wünschen wir den Mädchen eine gute Nacht, eine wunderbare Tour und auf das wir sie bald in Berlin wieder begrüßen dürfen.
 
©Sunny

Bericht: Flinch 07.09.2008

Flinch 
Vuoltsu, Tampere
27.09.2008

 
Ein kurzes Vergnügen sollte es werden, der Acoustic-Auftritt von Flinch im Jugendcenter Vuoltsu in Tampere. Doch dies wussten wir bei Ankunft um 21Uhr noch nicht. Aus Desinteresse hatten wir die beiden vorherigen auftretenden Bands - Renoise und TAP - ausgelassen und waren erst zur angekündigten Showtime für Flinch erschienen.
Das Vuoltsu, ein kleines sehr gemütliches Jugendzentrum, gleich neben dem Busbahnhof gelegen, war schon ordentlich gefüllt. Die kleine Tribüne, welche vor der Bühen aufgebaut worden war, war bis auf den letzten Platz besetzt udn als die Show näher rückte, versammelten sich auch die restlichen, der im Raum versteilten Gäste, rundherum der Bühne.

Endlich traten sie ein. Angeführt von Sänger Ville Liimatainen, stolzierten die zwei Gitarristen der Band mit Akustikgitarre bewaffnet hinterher. Den Rest der Truppe - Drummer Oskari und Bassist Tommi - hatten sie zur Enttäuschung einiger Fans zu Hause gelassen.
Platz genommen auf den Stühlen, welche für die drei Musiker bereitstanden, ging es auch sofort los. Jaakko und Haiwe griffen in ihre Gitarrensaiten und Ville setzte gesanglich ein. Als ersten Song boten sie Tulva auf. Ein Song, der mir persönlich immer das Bild eines benjospielenden mit Sombrero bewaffneten Ville im mexikostil inklusive Schnurrbart in den Kopf ruft. Trotz meiner seltsamen Assoziationen genoss ich den Song. Dirket danach ging es auch schon weiter mit Titel Nummer Zwei - Huutaen. Ja, auch der Song gehört nicht zu meinen Lieblingssongs des Albums Irrallaan und ich dachte schon, dass sie sich irgendwie gegen mich verschworen hatten.
Als sie dann aber mit Kunnes löydän sinut loslegten, war ich wieder Feuer und Flame, so dass ich der Bühne glatt ein Stück näher rücken musste. Energiegeladen vorgetragen, ausdrucksstark und voller Gefühl. Na, das hatte man dem kleinen Liimatainen doch gar nicht zu getraut. Auch die folgende Ballade Elämänsä eksynyt zeigte wie sehr sich Villes Stimme im Vergleich zu früheren Zeiten verändert hatte. So ist sie noch ein wenig dunkler geworden als zuvor, aber vor allem fest und sicher. Kein Ton ging daneben, auch bei den nächsten Songs passte alles.
Ansa war gerade zu anheizend vorgetragen, nicht nur durch den Sänger, sondern ebenfalls duch die beiden Gitarrenkünstler, welche ihr Instrument durchaus beherrschten. Dazu muss ich allerdings sagen, dass keiner der beiden auch nur eine Regung zeigte und sie an dem Abend leicht desinteressiert wirkten. Was an sich schade war, denn ihr Sänger schien voller Elan und setzte Suru Kasvoilla hinterher, was dem Publikum scheinbar bestens gefiel. Die Stimmung war auf ihrem Höhepunkt und man erwartete mehr. 

Doch wie heisst es so schön? Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören?
Das einzige, was dann noch folgte, waren die Schlussworte von Ville, der erklärte, dass sie nun aufhören müssten, da Jarkko noch einen Termin hätte. Und mit diesen Schlusssatz dampften die drei Finnen ab.
Alles in allem war es also ein kurzes Vergnügen, was ich jedoch gelohnt hat.


©LahjaDea

Bericht: Matthau Mikojan 28.09.2008

Matthau Mikojan
Klubi, Tampere
28.09.2008


"Oh nein! Auch noch TAP als Vorband!", dachte ich zähneknirschend, als ich zum ersten Mal von dem bevorstehenden Konzert im Klubi hörte.
Da wir nicht genau wussten, wann denn nun Einlass war und Matthau Mikojan spielen würde, standen wir kurz vor 18 Uhr in der Venue, in der Hoffnung noch einen guten Sitzplatz im K18-Bereich zu bekokmmen. Glück gehabt! Wir hatten irgendwie mit mehr Andrang gerechnet und nahmen leicht verwundert an einem der Tische Platz, von dem aus man OHNE Säule, klubitechnische Sehbehinderung, einen guten Blick auf die Bühne hatte.
Augenrollend beobachtete ich, wie TAP die Bühne betraten und die Teenies in der ersten Reihe zu "Aah" - und "Uh" - Jubelrufen animierten. Erster Song ... Hä? Zweiter Song ... Ich wippte mit dem Fuss. Zu meinem Erstaunen gefielen mir die Jungs total gut. Bei einem der Songs (leider habe ich keine Titel behalten) überlegte ich, ob der sich nicht in meinem iPod unter den meistgehörten Songs befinden würde, wenn ich ihn besässe.
Die Stimme des Sängers Juha überzeugte live sehr, erinnerte sie doch ein wenig an das Klangorgan des Uniklubi-Sängers Jussi Selo, - natürlich aber Englisch. Mit Schrecken stellte ich fest, ich würde mir eine CD der Jungs gerne zulegen und auch über einen Besuch folgender Konzerte nachdenken. Noch etwas unausgereift, aber durchaus mit Potential hat die Band meine Vorurteile zerstört und durch einen positiven Eindruck ersetzt. 


Über Katra, die nach TAP und vor Matthau auftrat,

kann ich nicht viel sagen, nur dass sie den Eindruck einer Kopie von Tarja Turunen hinterliess. Und hatte sie nicht erwähnt, sie würde keine englischen Texte schreiben/singen wollen? Nun ist sie wohl auch dem Druck gewichen, denn die neuen Songs waren allesamt in Englisch. Ihre Stimme war dünn and diesem Abend und auch das Publikum war in der Zeit dezimiert, so dass sie nach 25 Minuten ein wenig enttäuscht wirkend von der Bühne verschwand.


Dann endlich um 20 Uhr legte Mister Matthau Mikojan mit "From my Mouth to Me and to You" mit seiner mitreissenden Show los. Ab der ersten Sekunde an war ich hin Matthau Mikojanund weg, von den Funken angesteckt und nicht in der Lage den Kopf von der Bühne zu wenden. Neben einem sehr netten optischen Anblick hatte der Herr auch noch faszinierende Gitarrensoli auf Lager, zusätzlich beschallte eine kraftvolle Stimme den Raum und nahm das Publikum gefangen. Erwähnenswert ist auch die tolle Harmonie, perfekte Abgestimmtheit zwischen Drummer, Bassist und dem Sänger, trotz einiger technischer Probleme aufgrund des Drumsets.


Seine Ausstrahlung, die Art wie er sich bewegt und die Einbeziehung seiner musikalischen Mitstreiter lassen Matthaus Show energiegeladen wirken. Zwischendurch mit seinen lockeren Sprüchen drapiert, ergibt sich ein Paket, nur so strotzend von Sex, Rock 'n' Roll und guter Stimmung.
Ein Song nach dem anderen aus seinem Debütalbum "Matthau Mikojan" bietet er als Köder an und das Publikum schnappt lechzend danach, begleitet ihn mit begeisterten Zurufen und viel Applaus.

Nun, da er die Leute an der Angel hat, präsentiert er ihnen neue musikalische Leckerbissen in Form von neuem Songmaterial, dass genauso euphorisch Matthau Mikojan - Teemuaufgenommen wird und ein wenig in alter Bloodpit-Manier rockt.
Man ist sich sicher, der Mann gehört auf die Bühne.
Er beherrscht sie!

Das Knistern, das von seiner Person ausgeht, von seinen Songs und der rauchig-erotischen Stimme, nimmt ein Jeden gefangen und man fühlt sich geradezu zum Mitfeiern gezwungen.
Die Generalprobe vor der Deutschland-Tour ist demnach geglückt.
Noch völlig mit Adrenalin in den Venen verlasse ich die Venue und ärgere mich, dass ich in Deutschland nicht dabei sein kann.
Geht hin und seht euch das an!

© PinkBambi

Bericht: Matthau Mikojan 03.09.2008

Matthau Mikojan
Amadeus MusicBar, Tampere
 03. September 2008

Ein weiterer Acoustic-Abend im Amadeus stand an. Um 22 Uhr - so kündigte es die Eingangstür der Venue an - sollte Matthau Mikojan, mit seiner Gitarre bewaffnet, die Gäste der kleinen, aber extrem gemütlichen Bar beschallen.
Eine Stunde vor Showtime nahmen wir in der MusicBar an einem der Tische Platz, tranken unsere Drinks und beobachteten, wie Matthau einen halbe Stundes später auftauchte, das Mikro ausrichtete, seine Gitarre stimmte und dann in die Küche der Bar verschwand, um kurz nach zehn Uhr in einen angenehm gefüllten Schankraum zurückzukehren und mit seiner Show loszulegen. 

Wiedereinmal - wie bei allen Matthau's Acoustic Sauna Gigs - stanen etliche Cover gespickt mit eigenen Songs auf dem Programm. So startete er mit Guns 'n' Roses und Mötley Crüe Klassikern wie 'Yesterdays' und 'Smockin' in the boys room' und ging dann sein übliches Repertoire durch. Nichts besonderes, keine Neuheiten, keine Überraschungen. Und doch eine energiegeladene Show, welche scheinbar jeder Gast genoss. Leise wurden Elvis-Songs mit gesungen, bei WASP fleissig mitgewippt und jede Nummer aus seinem Debutalbum 'Matthau Mikojan' gut aufgenoommen. Die Stimme passte, jeder Ton sass und Matthau spielte mit ihr wie er es immer tut. Wollte er ein Lächeln auf die Gesichter zaubern, so schaffte er dies. Wollte er Gänsehaut erzeugen, so klappte dies ebenso gut. Von Melancholie bis guter Stimmung, er liess nichts aus. 

Ebenso gab er bereitwillig das Mikro frei und eröffnete eine kleine Jamsession. So begleitete er zum Beispiel mit seinen Gitarrenkünsten Julius (Ex-The Bitterlicks, Sänger von Snowhite), welcher einen Song zum besten gab. Aber auch Matthaus Bruder - Sir Christus, der von seinem Platz aus jeden Song der Show leise mitgesungen hatte und sich mit Nachdruck etwa fünf Mal 'Patience' (Guns 'n' Roses) wünschte, durfte dann zu eben diesem Song auch auf die improvisierte Bühne treten, wo ihm der jüngere der Mikkonens die Gitarre abtrat und sie zusammen performten.
Zwar wurde es eine etwas langsamere Version von 'Patience', da Christus, welcher den Refrain mitsang, augenscheinlich etwas überfordert war mit dem Greifen der Akkorde und dem Singen in Kombination. Sein leicht vom Bier geprägter Zustand tat aber nicht viel zur Sache, denn man merkte, dass in den Adern der Beiden das selbe Blut fliesst, so gut wie sie harmonierten. Und wenn man dann noch den Spass in ihren Gesichtern betrachtet, wünscht man sich doch zukünftige Acoustic-Duette. Nun gut, genug mit dem Wunschdenken. Denn auch ein Matthau Mikojan allein auf der Bühne reicht vollkommen aus und genau das hat er in seinen 60 Minuten Showtime wiedereinmal gezeigt.

©LahjaDea

Bericht: Matthau Mikojan 19.09.2008

Matthau Mikojan
19.09.2008
Helvetin Portti, Tampere
 
In Zusammenarbeit mit 'All Around Underground' fand am 19. September 2008 eine kleine Akustik-Show von Matthau Mikojan im Helvetin Porrti in Tampere statt. 18 - 20 Uhr so hiess die Zeitangabe auf der Homepage des Künstlers (www.matthaumikojan.com), was man jetzt nicht gerade als präzise bezeichnen kann. Um sicher zu gehen, dass wir auch nicht zu spät erscheinen, begaben wir uns also um kurz vor Sechs zur besagten Bar. Standen dort jedoch mit ein paar anderen wartenden Gästen noch vor verschlossenen Türen, denn die Location selbst öffnete erst um 18Uhr.
Endlich in der Bar sicherten wir uns ein paar Barhocker weiter hinten, wo ebenfalls ein keliner Merchandise-Stand improvisiert wurde. Verkauft wurden die neuen Matthau Mikojan T-Shirts und andere Produkte von 'All Around Underground'.
Die Bar war klein, aber extrem gemütlich. Mit bequemen Sitzecken hier und dort verteilt und ausreichend Licht, dank der grossen Fenster, kam ein wenig Wohnzimmeratmosphere auf. 
 
 Bereits als wir eingelassen wurden, sass Matthau an einer Seite der Bar auf einem Stuhl und stimmte seine Gitarre, scheinbar darauf wartend, dass es endlich losgehen kann. Doch da musste auch er sich noch etwa eine halbe Stunde gedulden. Um 18.30Uhr durfte er dann aber schliesslich in die Saiten greifen.
Auf seinem Stuhl bequem gemacht und einen zweiten hinzugezogen auf dem sich Setlist und eventuell benötigte Songtexte wiederfanden, startete er mit seinen Coversongs.

Im Vergleich zu den vergangenen Akustik-Auftritten hatte er jedoch dieses Mal einiges an der Setlist geändert. Viele neue Songs waren hinzugekommen, bekannte und auch - zumindest mir - unbekanntere, doch waren alle sehr gut ausgewählt und passten wieder einmal perfekt zu seiner Stimme. Seine Stimme, ja, da wären wir auch schon bei dem auffälligsten Thema des Abends, denn der gute Herr klang mächtig erkältet und wenn man genauer hinschaute, sah man ihm dies auch an. Doch tat es im Grossen und Ganzen nicht viel zur Sache, denn das, was Matthau vorne ablieferte, klang immer noch mehr als zufriendenstellend.
Bekanntes Publikum - in Person von Macceus Madbone (Black Jesus) - war auch anwesend und unterstützte ihn von seinem Sitzplatz aus freudig und mit mehr oder weniger geraden Tönen. Jedoch hatten beide Künstler an der Interaktion scheinbar Spass gefunden.
Zudem Bewies Matthau zum einen Taktgefühl und zum anderen die Nichtnotwendigkeit von weiteren Musikern um sich herum, denn er sang, spielte seine Gitarre und zauberte mit Hilfe seiner Schuhabsätze auf dem Boden der Bar den passenden Drumtakt. Nach etwa 30 Minuten gab es eine kleine Raucherpause und danach wurde die Show vor inzwischen weiteren eingetroffenen Musikerkollegen fortgeführt. Überall war jetzt Mitsummen und Mitsingen wahrzunehmen, denn keiner der etwa 40 Fans und Freunde konnte bei den Klassikern wie 'Patience' (Guns 'n' Roses) oder 'Fall to Pieces' (Velvet Revolver) stillhalten.
Nach etwa einer weiteren halben Stunde voller Cover-Songs und dem ein oder anderen seiner eigenen, gab es noch den Zuschauerwunsch 'Sweet Sixteen' (Billy Idol), dem Matthau mit sichtlich grosser Freude nachkam und zum Abschluss eine wieder Mal tiefgehend emotionale Version des Nine Inch Nails - Song 'Hurt'. Mit einer Gänsehaut liess er uns dann sitzen, genehmigte sich Bier und Zigarette, verabschiedete die unter 20-jährigen und lud alle anderen zu einer netten 'After-Show-Party' ein.
 
©LahjaDea 

Bericht: Matthau Mikojan 22.8.2008

Matthau Mikojan
@ BulldogBar, Tampere
22.08.2008


Am Freitagabend, den 22. August 2008 sollte in der BulldogBar eine weitere Acoustic-Show von Matthau Mikojan stattfinden. Beginn war angekündigt um 22Uhr, also beschlossen wir bereits eine Stunde vorher vor Ort zu sein um einen passenden Platz zu ergattern.
Die Bar stellte sich als angenehme, recht gemütliche, aber ebenfalls kleine Location heraus, wo in einer Ecke eine kleine Bühne hervorragte. Platz genommen, genehmigten wir uns einen Drink und verbrachten die Zeit mit Warten. 
 
Um fünf Minuten vor Zehn bequemte sich dann auch Herr Mikojan endlich in die Bar. MIt seiner Gitarre bewaffnet glitt er durch die inzwischen doch anständige Zuschauerzahl von etwa 50-60 Leuten und nahm auf der kleinen Bühne Platz. Schnellw urde ihm noch ein Bier besorgt und nach dem Stimmen seines Instrumentes, legte er auch fix los.
Coversongs standen wieder auf dem Programm, gespickt mit ein paar seiner eigenen Songs. Veränderungen an der Setlist im Vergleich zu anderen Acoustic-Shows gab es keine grossen. Vorherrschend waren wieder einmal Songs von Guns 'n' Roses und Mötley Crüe, aber natürlich durften auch Songs wie 'Sweet Sixteen' (Billy Idol), 'Forever Free' (W.A.S.P) oder 'Fall to Pieces' (Velvet Revolver) nicht fehlen. An eigenen Songs bot er zum Beispiel 'Stiletto Heels' oder 'April Song' auf.
All diese Nummern gab er gefühlvoll und extrem energiegeladen wieder. Es schien geradezu als hätte er all die Tage vor diesem Auftritt seine Aggressionen gebündelt um sie dann bei der Show rauszulassen. Beinahe schon etwas zu aggresiv um ehrlich zu sein, denn hatte ich zeitweillig Angst, dass die Gitarre den harten Umgang nicht mitmachen würde. Den Songs jedoch tat Matthaus Stimmung auf ihre Weise gut. Sie wirkten tiefgehender und emotionaler. Ab und an hatte man das Gefühl, dass der Sänger versuchte alle Gefühle mit Hilfe bestimmter Songtexte geradezu rauszupressen oder zu schreien.
Vor allem 'Hurt' (Nine Inch Nails) ging direkt unter die Haut und hinterliess sicher nicht nur bei mir einen kalten Schauer, der sich durch den Körper schlich. Natürlich gab es aber auch die gute Laune Nummern, die vor allem das Publikum am Mitteltisch, direkt vor der Bühne zu erfreuen schien, denn dort wurde fleissig gefeiert, geklatscht, mitgetanzt und lautstark mitgesungen. Am meisten Zuspruch bekam das Popeda-Cover 'Suuret Setelit', wo wirklich die komplette Bar textlich dabei war.

Es war also wieder alles dabei. Von emotionalen Balladen, über sexy vorgetragene Nummern, bis hin zu Stimmungssongs. Matthau gelang es seine vielfältige Stimme immer richtig einzusetzen um den von ihm erwünschten Effekt zu bekommen.
 
©LahjaDea